Den Wetterkapriolen getrotzt haben die Schäffler am Unsinnigen Donnerstag, traditionell
der Tag der Banken, Behörden und Betriebe. Startete man bei strahlendem Sonnenschein noch sehr
verheißungsvoll in den Vormittag, öffneten sich am Nachmittag die Himmelsschleusen bei böigem
Wind. Premiere dabei, dass man drei von insgesamt 16 Stationen unter Dach absolvieren konnte.
Viel Humor versprühten wieder die Fasslkasperl mit ihren Verserln.
Die sorgenvollen Blicke richteten sich am „Unsinnigen“ immer wieder auf die Wetter-App und gen
Himmel, denn die Regenwahrscheinlichkeit war in der zweiten Tageshälfte als sehr hoch eingestuft.
Dabei begann der „Arbeitstag“ für die Schäffler schon sehr früh. In der Innenstadt führten die ersten
Wege zur Sparkasse, zum Modehaus Rauscher und zur Beratungskanzlei Habel, wo sich immer
wieder Kinder aus den Grundschulen und Kindergärten einreihten, um die Schäffler einmal live zu
erleben.
Station machte der Tross unter anderem bei der VR-Bank Bayern-Mitte zusammen mit der
Verwaltungsgemeinschaft Mainburg, wo sich die Angestellten und Bürgermeister der vier
Mitgliedsgemeinden über den Tanz freuten. Über die Firma BarthHaas steuerten die Schäffler zur
Mittagszeit den Süden Mainburgs an, wo sie bei zunehmenden Niederschlägen bei den
Großbetrieben Wolf, Haix und Bachner vor den versammelten Chefetagen und Mitarbeitern
auftraten.
Drei Tänze im Trockenen
Zum Glück bescherte dieser Tag drei Auftritte unter einem schützenden Dach. So war man indoor
bei der Firma RMM, wo ein großes Hallo anlässlich des Geburtstags des Firmenchefs herrschte,
beim Rewe-Markt vor dem Eingang sowie bei der Firma Stanglmeier, die kurzerhand die Busgarage
ihres Betriebshofes geräumt hatte. Der besondere Dank richtete sich dabei einmal mehr an die
Familie für die kostenlose Bereitstellung des Busses sowie an Busfahrer Andreas Grätz, der die
Schäffler pünktlichst von A nach B kutschiert hat. Auch bei Adolf Holzmair im Gewerbegebiet
„Straßäcker“, Schlussreifenträger der Schäffler des Jahres 1998, durfte man an diesem verregneten
Nachmittag zu Gast sein.
Einen besonders guten Draht nach oben scheint Stadtpfarrer Josef Paulus zu haben, denn vor dem
Pfarrheim blieben die Himmelsschleusen dann geschlossen. Ein Meisterwerk lieferten dabei die
Fasslkasperl mit ihrer „Lesung vom Duschen“ ab, womit sie sich einmal mehr selbst übertrafen. Auf
dem Auftrittsprogramm am Unsinnigen Donnerstag steht immer auch Hoppala Spielwaren. Und der
vorletzte Tanz gehörte diesmal den Familien Brillen Anthofer mit Sohn Johannes, der 2019 zum
Kreis der aktiven Tänzer zählte.
Den krönenenden Schlusspunkt eines langen Tages setzte man am „Unsinnigen“ wieder bei den
Familien Huber. Das „Finale grande“ feierten die „Rotjacken“ einmal mehr auf dem Holzplatz an
der Abensberger Straße. Wenn die Werkstatt zum Partyraum wird, dann ist dort Schäfflertanz
angesagt. Im Lichte der Scheinwerfer der Feuerwehr holten die „Rotjacken“ zu einem fulminanten
Endspurt aus.
Nicht fehlen durfte dabei die Schäffler-Extrarunde rund um den im Hof aufgetürmten Schneeberg,
den „Monte Huber“. Reifenschwinger Michael Hintermeier ließ die gesamte Familie hoch leben
und hatte mit dem nächtlichen Reifenschwung mit Sternwerfern einen besonderen Auftritt in petto.
Sein Vor-Vorgänger Albert Huber stieg vor großer Kulisse freilich noch einmal selbst aufs Fassl und
ließ – flankiert von seinen beiden Söhnen – die Reifen kreisen.
Mit Blumen für die Damen des Hauses sowie Geschenken für die Gastgeberfamilien bedankte sich
Schäffler-Chef Ralf Lutzenburger für die neuerliche Einladung. Die Verbundenheit der Familie
Huber mit dem Schäfflertanz ist tief greifend und reicht bis ins Jahr 1921 zurück. So war Albert
Huber sen. unter anderem aktiver Tänzer 1963, seine Gattin Lilo sieben Jahre später Marketenderin.