Samstag, 3. Januar 2026 – Kutschenfahrt

Mit der traditionellen Kutschenfahrt steht ein erster Höhepunkt auf dem Programm der Mainburger Schäffler, ehe es tänzerisch zur Sache geht. Eine Schäffler-Abordnung fährt dabei zu verschiedenen Honoratioren der Stadt und des TSV, um zum einen die jungen Burschen vorzustellen, die in der neuen Tanzsaison die drei Schlüsselpositionen bekleiden, und zum anderen soll der Tanz „eingesagt“ werden.

Michael Hintermeier (Reifenschwinger), Simon Biber (Vortänzer) und Valentin Neubauer (Schlusstänzer) tragen dabei erstmals offiziell ihre Schäfflermontur. Die Kutsche wird komplettiert durch die Tanzmeister Tobias und Roland Spenger und Siegfried Weingartner sowie Abteilungsleiter Ralf Lutzenburger.

Beginnend mit dem Totengedenken am Friedhof, wo zum Gedenken an alle verstorbenen Schäffler ein Gesteck niedergelegt und eine Kerze angezündet wird, haben die sieben an diesem Tag ein recht strammes Programm vor sich. Denn noch bevor um kurz vor 10 Uhr die Fahrt mit der Kutsche beginnt, haben sie schon der 1. Vorsitzenden des TSV Mainburg, Ulrike Simon, ihre Aufwartung gemacht.

Im Hof des verstorbenen Ehrentanzmeisters Ludwig Graßl wartet da schon Sepp Straßberger mit seiner eingespannten Kutsche. Bevor die Schäfflerabordnung diese besteigt, werden sie bestimmt mit den Töchtern vom Wig auf ihn und seine Rita und natürlich auf eine schöne Schäfflersaison anstoßen.

Nach einem kurzen Abstecher zum Lutzenburger, der Heimat des Abteilungsleiters, geht es durch die Innenstadt zu Bürgermeister Helmut Fichtner, der die kleine Gruppe in Doppelfunktion als Stadtoberhaupt und vor allem als stolzer Schäfflervater begrüßen kann. Der Weiterweg ist dann recht kurz, denn es geht zu Stadtpfarrer Josef Paulus. Nach 2012 und 2019 freut er sich auf den dritten Besuch der Schäffler.

Anschließend geht es zu den Eltern der drei Schlüsselpositionen: zunächst zu Christian und Heidi Neubauer und anschließend zurück in die Innenstadt zu dem Haus, in dem für den Mainburger Schäfflertanz alles begann: das Söckler-Haus. Dort freuen sich nicht nur Claudia und Georg Biber auf ihren Simon und seine Begleiter.

Zur vorletzten Station geht es in die „Lohmühle“ zur Familie Hintermeier-Mirlach, den Eltern unseres Reifenschwingers.

Trotz der vielen Stationen und der diversen Herausforderungen, die dort warten, gibt es für die 2026er Kutschenfahrt ein wirklich großes Ziel: es gilt, die letzte Station bei der Tanzmeisterfamilie Spenger mit der Kutsche, mithin also bei Tageslicht, zu erreichen.