Freitag, 9. Januar 2026 – Schäfflerball
Den ersten Tanz einer neuen Tanzsaison absolvieren die Mainburger Schäffler immer im Rahmen des Schäfflerballes. Dieser ist ein reiner Einladungsball, zu dem alle ehemaligen Schäffler und Marketenderinnen, die Vertreter des TSV und der Stadt sowie natürlich immer auch die Eltern der neuen Schäffler persönlich eingeladen werden.
Der festliche Schwarz-Weiß-Ball ist das alle sieben Jahre stattfindende Familientreffen der großen Mainburger Schäffler-Familie. Die Freude ist groß, dass es wieder los geht, und die Nervosität bei „den Jungen“ ist noch viel größer und förmlich greifbar.
Auch 2026 werden die Schäffler wieder von einer speziell zusammengestellten Musikgruppe begleitet, der Schäffler-Musi. Unter der Leitung von Sebastian Langwieser und Christoph Kempf werden wir beim Auftaktball viele bekannte Gesichter wiedersehen. Musikanten sind nämlich bei Zeiten genauso „schäffler-narrisch“!
Der harte Kern der Schäffler-Musi wird ohnehin von der Blaskapelle Die Sumpfbiber gestellt, die auch den Schäffler-Auftaktball musikalisch umrahmen werden. Wenn sie dann so gegen 21:00 Uhr den Einmarsch spielen, dann gibt es im Saal kein Halten mehr.
Einzeln werden die Aktiven nun vorgestellt, die es kaum erwarten können, endlich loslegen zu können.
Diesmal findet der Ball im festlich dekorierten Saal des Landgasthofs Rockermeier in Unterpindhart statt. Ein Novum in der Geschichte des Mainburger Schäfflertanzes. Kein Novum werden hingegen die unzähligen neugierigen Blicke des fachkundigen Publikums sein, die ganz genau hinschauen werden, wenn nach der siebenjährigen Pause wieder die Schäfflermelodie ertönt und Vortänzer Simon Biber den ersten Einsatz gibt!
Und los geht’s im Schäfflerschritt… „Aba heid is koid…“ Lange Laube, geschlossene Laube, runde (oder offene) Laube, das Kreuz, Kleine Kreise, Schlangentanz und die Krone! Eine Figur fügt sich zur nächsten, bis Schlusstänzer Valentin Neubauer nach dem Auflösen der Krone das Zeichen an die Musik gibt: Schlussakkord!
Die beiden Fasslträger Alexander Pitzl und Simon Dasch betreten den Kreis zum „Fassl-Schlagen“, dem symbolischen Antreiben der eisernen Fassreifen. Dann wird es still im Saal und alle Augen richten sich auf Michael Hintermeier. Jetzt kommt der Reifenschwinger. Seit Juni hat er sich mit den beiden hölzernen Reifen geübt. Jetzt gilt’s!
Dem dreifachen Hoch auf die Ehrengäste und alle ehemaligen Schäffler und Marketenderinnen folgt der ebenso mit Spannung erwartete Auftritt der vier Fasslkasperl. Nachdem Martin Richtsfeld seinen Kasperlhut und die rote Nase nach der 2019er Saison an den Nagel gehängt hat, haben die beiden arrivierten Fasslkasperl Ralf Gaffal und Andreas „Gix“ Harrieder, mit Jagge Geisreither und Bertl Pfaller eine doppelte Verstärkung erhalten.
Die zwei „Nachwuchs-Kasperl“ dürfen dann natürlich auch bevorzugt das Jungfernkranzl übernehmen, das an diesem Abend ebenso obligatorisch ist.
Bei den neuen, der 2026er Schäfflern wird sich mit einem Mal die ganze Anspannung lösen. Die Feuertaufe ist geschafft! Nur noch eine Herausforderung wartet – denn der Ehrentanz mit den Müttern soll schon manchen Schäffler vor größere Herausforderungen gestellt haben.
Die nun zu den alten Schäfflern gehörenden 2019er haben später am Abend dann auch nochmal ihren Auftritt, wenn sie sich ein letztes Mal die Reifen schnappen und zeigen dürfen, dass sie den Tanz immer noch „drauf haben“ – genauso wie alle ehemaligen Reifenschwinger, die ebenfalls mit einmarschieren und der Reihe nach die Reifen laufen lassen: Sebastian Kirzinger (1970), Horst Pinsker (1977), Stefan Richtsfeld (1984), Ralf Lutzenburger (1991), Benedikt Pfaller (1998), Martin Gaffal (2005), Albert Huber (2012) und Lorenz Söckler (2019). Mal sehen, wer alles da ist. Jeder bringt auf seine Weise einen Toast auf den Mainburger Schäfflertanz und dieses wunderbare Brauchtum aus.
Der großartige Abend geht nahtlos in eine lange Nacht über und endet nie früh, sondern schon eher in der Früh. Nicht selten grüßt der neue Tag die letzten Gäste mit dem ersten Tageslicht. Recht so, denn schließlich gibt es den Schäfflerball nur alle sieben Jahre.