Ein strammes Wochenende liegt hinter den Mainburger Schäfflern. An zwei Tagen
hintereinander bestätigten sie Kondition und Durchhaltevermögen und begeisterten nicht nur ihre
Tanzbesteller, sondern auch die vielen faszinierten Zuschauer, die von Station zu Station folgten.
„Mei, war des iatz schee!“ schwärmte eine ältere Dame am Rande einer der Auftritte und suchte die
Bestätigung bei ihrer Nachbarin – die sie auch schnell fand. Und damit standen die beiden längst
nicht allein. Die Mainburger Schäffler haben am Wochenende wieder viele Herzen erwärmt und den
Zuschauern ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Wärme tat am Samstag auch gut, denn da wollte
sich die Sonne im Gegensatz zum Sonntag (gesonderte Zusammenfassung folgt) nicht blicken
lassen.
Dabei startete man bei Franz Haimerl in der Innenstadt, der selbst als Tänzer 1977 schon einmal die
rote Jacke trug. Auch Bürgermeister Helmut Fichtner und die Freien Wähler (FW) freuten sich über
den Auftritt, noch dazu weil Sohn Maxi selber heuer zum Kreis der Tänzer zählt. Ein
Geburtstagsständchen gabs für Helmut Fichtner sen. zum 85. obendrein.
Schäffler-Kinder sorgen für Begeisterung
Für eine große Kulisse war für die Schäffler im Kindergarten des Frauenvereins Kinderhort gesorgt.
Handys und Kameras waren gezückt, als sich neben dem Hauptact eine besondere Überraschung
ankündigte. Die Kleinen hatten spontan selbst den Schäfflertanz einstudiert und marschierten
stilgerecht gekleidet mit ihren Reifen zum Auftritt ein – samt Reifenschwinger versteht sich. Zur
Originalmelodie von „Aba heit is koid“ der Mainburger Schäffler-Musikanten flogen ihnen die
Herzen im Sturm zu, das war nicht zu toppen.
Einen extra Reifenschwinger bekam bei dieser Gelegenheit der 2019er Schäfflertänzer Johannes
Ettenhuber, Sohn der Vorsitzenden des Frauenvereins Kinderhort, Katharina Ettenhuber; ebenso bei
der nächsten Station die Ex-Marketenderinnen Eva Burger (2019) und Marianne Forstner (1970).
Auch TSV-Ehrenvorsitzendem Stefan Richtsfeld machten die „Rotjacken“ an diesem Tage ihre
Aufwartung. Der Reifenschwinger des Jahres 1984 zeigte dabei selbst noch einmal seine Kunst auf
dem Fassl und war angetan von der Leistung der 2026er Gruppe um Reifenschwinger Michael
Hintermeier sehr angetan. Die Familie Schöll, die mit ihren Söhnen Wolfgang, Martin und Stefan
schon mehrere Tänzer aus ihren Reihen stellte, war an diesem Tag letzte Station in Mainburg. An
FFW-Vorsitzenden Wolfgang Schöll sen. richtete sich der besondere Dank für die Unterstützung der
Schäffler, sei es bei Proben, aber auch für Absicherung oder Ausleuchtung an den Tanztagen.
Danach führte der Weg nach St. Johann zum ehemaligen Tänzer Rainer Schmautz (1984), ebenso
wie zu Peter Hintermeier nach Train, ehemaliger Aktiver und Fasslkasperl in den Jahren 1977, ‘91
und ‘98. Weiter nach Elsendorf, wo die Familie von Ex-Schäfflermusikant Franz Zirngibl von den
Abenstalern wartete, dessen Sohn Matthias, Vortänzer 2005, in seine Fußstapfen getreten ist. Und in
Berghausen wartete schon der nächste Musikant im Bunde, Stefan Amberger von den „Sumpfbibern“, wo das Hallo nicht minder groß war.
Am Ende des Tages war alles angerichtet für den krönenden Abschluss, diesmal in Aiglsbach. Die
Hüttenbullen hatten eine Party an der Mariensäule organisiert und dazu zusammen mit
Bürgermeister Leonhard Berger die Schäffler geladen, die diesmal eine punktgenaue zeitliche
Landung hinlegten. Für viel Humor sorgten dabei die Verserl der Fasslkasperl für die Tanzbesteller.
Und nachdem sich mit Lukas Liewald auch ein Aiglsbacher in den Reihen der Mainburger Schäffler
findet, führte der letzte Weg zur Familie Jürgen Liewald, an die sich nicht nur der besondere Dank
für die Bereitstellung des Schäfflerexpresses richtete, sondern auch für die herzliche Einladung ins
Feuerwehrhaus, wo der Bär steppte.