Die ersten paar Schuhsohlen sind durchgetanzt, nach knapp der Hälfte sämtlicher
Auftritte geht es ans Aufdoppeln. Am Wochenende waren die Mainburger Schäffler wieder an zwei
Tagen am Stück gefordert, hielten den Marschplan an den 27 Stationen auf die Minute genau und
lockten die Menschen bei Minusgraden auf die Straßen; ganz und gar passend zur Melodie von
„Aba heit is koid“.
Dabei konzentrierte sich das Geschehen diesmal auf die Ortsteile Sandelzhausen, Unterempfenbach,
Öchslhof und Wambach, ehe der Sonntagnachmittag wieder ganz Mainburg und der Innenstadt
gehörte. Tanzbesteller und Zuschauer klatschten begeistert mit, als sich die „Rotjacken“ im Kreise
drehten, Reifenschwinger Michael Hintermeier „dem Schäfflertanz zu Ehren“ die Gastgeber
hochleben ließ und die Kasperl auf dem Fassl so manch lustiges Missgeschick in Verserlform
verpackt zum Besten gaben. Letzteres ein wahrer Hochgenuss, der beim Mainburger Schäfflertanz
so sehr geschätzt wird.
➡️ Bilder und Impressionen zum 4. Tanztag.
Stets geschätzt auch die kulinarischen Überraschungen bei den Tanzbestellern, an denen es bisher
wahrlich nicht mangelte. Scherzhafterweise wird mittlerweile ohnehin von einem eigens
aufgelegten „Mainburger Konjunkturprogramm“ für Bäcker, Metzger und den Getränkehandel
gesprochen.
Drei Auftritte bei Mitwirkenden
Zu Gast sein durften die Schäffler am Samstag und Sonntag bei einer Vielzahl von Familien, deren
Namen – mitunter seit Generationen – in enger Verbindung damit stehen bzw. aus deren Kreis
immer wieder Mitwirkende entstammten; frei nach dem Motto: „Einmal vom Schäfflertanz
infiziert, immer dabei!“ Da standen Namen wie Zeilnhofer, Schwertl, Schöll, Auer, Kallmünzer,
Knier, Kempf, Bolling, Dasch, Hösl, Reiter, Wagner, Hätscher, Ernstberger, Bachner, Sommerer und
Mildner mit Teilnehmern der verschiedensten Jahrgänge wie auch TSV-Honoratioren auf dem
Tageszettel. Im Detail aufzulisten, wer wann und in welcher Position aus diesen Häusern schon
einmal beim Schäfflertanz mitgewirkt hat, würde den Umfang an dieser Stelle wahrlich sprengen.
Eine besondere Freude war für vier aktive Schäffler ihr samstäglicher Auftritt zuhause. Den Anfang
machte dabei Tänzer Christian Schöll, ehe nicht nur Fasslträger Simon Dasch sein ganz spezielles
Heimspiel beim Schäfflertanz indoor genoss, wozu sich die Tore der Firmenhalle wie schon vor
sieben Jahren öffneten. Und nur unweit davon entfernt war dann zum Ausklang des Tages alles für
Marketenderin und Geburtstagskind Vanessa Hösl sowie ihren Bruder Markus gerichtet. Gerne
folgte man der Einladung der Familien Helmut Hösl und Florian Reiter in die gut beheizte Hösl-
Firmenhalle, wo alle durchgefrorenen Glieder wieder rasch auf Betriebstemperatur kamen.
Der Sonntag gestaltete sich ähnlich nasskalt und zapfig. Am frühen Nachmittag lockten die
Schäffler wieder in die Innenstadt, wobei die Geschäftswelt mit Bugl, Lutzenburger, Zirngibl und
Bachner die sehr gut besuchten Anlaufstationen bildeten. Begrüßen konnte man dabei auch eine
Delegation der Murnauer Schäffler, mit denen Mainburg seit 2009 eine enge Verbindung pflegt.
Leider nicht den Schäfflertanz in Gänze verfolgen konnte Landtagspräsidentin Ilse Aigner beim
CSU-Neujahrsempfang.
Den krönenden Abschluss dieses Tages hatten die Schäffler dann vor dem Gasthaus Seidlbräu, seit
jeher Stammlokal der „Rotjacken“, bei dem man die Gastlichkeit sehr zu schätzen weiß. An den
Auftrittstagen genießt man jeweils das gemeinsame Frühstück, am Sonntag wurde dort auch der
Schlusspunkt mit einer Einladung der Familien Köglmeier/Neumayr gesetzt. Zu den Wirtsleuten
Karl und Traudi Köglmeier war man freilich nicht mit leeren Händen gekommen.