Von einer Woge der Begeisterung getragen waren die Mainburger Schäffler an einem
herrlichen, wenn auch strapaziösen Wochenende. Zum ersten Mal in dieser Saison waren die
Auftritte von wenigen Plusgraden begleitet. Die beiden Tanztage am Stück hatten es dabei
konditionell durchaus in sich. Die „Rotjacken“ des TSV Mainburg meisterten die 28 Auftritte
allerdings wieder mit Bravour. Ein bisweilen emotionales Wiedersehen gab es mit vielen bekannten,
teils langgedienten Schäffler-Gesichtern. Station machte man bei gleich drei Tanzmeistern.
Dabei blieb der Samstag für Mainburg außen vor. Die Tanzbestellungen – allesamt wieder
termingerecht angesteuert mit dem Stanglmeier-Freizeitbus – lauteten auf Pöbenhausen,
Gasseltshausen, Meilenhausen, Oberempfenbach, Steinbach und zum Ende des Tages hin
Puttenhausen, wo sogar noch kurz die Sonne vom Firmament lachte. Zum Auftakt im Aiglsbacher
Ortsteil Pöbenhausen freute man sich dabei auf den Auftritt bei Tanzmeister Siegfried Weingartner,
im Anschluss ebenso wie bei weiteren ehemaligen Mitwirkenden beim Mainburger Schäfflertanz
aus den Reihen der Familien Bachmeier, Waldinger, Hagl oder der Musikanten-Familie Neumeier.
In Oberempfenbach genoss Felix Galster, der zur aktuellen Garde der Schäffler zählt, den Auftritt
im Hofe des Elternhauses, Marketenderin Julia Brunner den Tanz „dahoam“ in Puttenhausen und
Mathias Krauser das dortige finale Heimspiel. Im Hause Krauser war es auch, wo man den Tag bei
einer herzlichen Einladung ausklingen ließ.


Zuvor war die Melodie von „Aba heit is koid“ unter anderem auch für die Dorfgemeinschaft
Steinbach am Hopfenhaus erklungen, oder auch für den SV Puttenhausen im Zusammenspiel mit
Ex-Stadtoberhaupt Josef Reiser. Besonders ertragreich dort das geforderte „Bussi für d’ Schaffler“,
ließen sich die Fußballdamen nach dem Jungfernkranzl doch nicht zweimal dazu bitten.
Stets ein Hochgenuss sind bei den Auftritten die Verserl der Fasslkasperl, die mit ihrem feinen
Humor und gutem Gespür für die Situation für viele Lacher sorgen. Die vielen Zuhörer an den
Stationen dankten es mit viel Beifall. Fünf Auftrittstage bleiben noch, um einmal live dabei zu sein.


Mehr als die Hälfte der Saison schon rum


Bei guten äußeren Bedingungen starteten die Schäffler auch in Tag sieben, den Sonntag, womit
bereits die zweite Hälfte der Saison eingeläutet wurde. Besuch bekamen sie dabei auch von einer
Delegation der Peißenberger Schäffler, die man dreifach hochleben ließ. Und auch die Sonne sollte
noch ihre Strahlen senden. In den Elternhäusern von Tänzer Bastian Würfl sowie Simon und Alois
Fußeder, gleichermaßen als Tänzer wie Kronenträger aktiv, herrschte am Vormittag ein
entsprechend großes Hallo; ebenso wie zum Abend hin bei Maxi Artinger, der ebenso zum aktiven
Kreis der Tänzer zählt.


Besonders ins Zeug legten sich die Schäffler bei Ehrentanzmeister Hans Spenger, bei dem als
Dreingabe zur „Spenger-Laube“ eine eigens kreierte neue Figur, die „2026erSpezial“, ihre viel
gelobte Premiere hatte. Beim neuen Tanzmeister in Reihen, Daniel Thoma, gab man sich später auf
Mainburgs Höhen ein Stelldichein. Auch Familiennamen wie Hintermeier, Berger, Kaindl, Gerl und
Reimer mit vielen Ex-Aktiven in ihren Reihen standen an diesem Sonntag als Anlaufstationen auf
der langen Auftrittsliste.


Der krönende Schlusspunkt dieses Tages samt Bayern-Hymne wurde aber in Margarethenthann
gesetzt, genauer gesagt beim Gasthaus Kallmünzer. Dorthin hatte die Kapelle „Sumpfbiber“ um
Organisator Stefan Amberger geladen, die bereits den Auftaktball musikalisch umrahmt hatte. Aus
ihren Reihen entstammen auch viele Mainburger Schäffler-Musikanten. Mit einem Geschenk und
Blumen für die Wirtsleute Kallmünzer sagte Schäffler-Abteilungsleiter Ralf Lutzenburger am Ende
eines anstrengenden Tages herzlichen Dank – ehe die „dritte Halbzeit“ eingeläutet wurde. . .